dog-1359302_1280Leishmanien sind gefährliche Parasiten, die bereits viele Tierseuchen ausgelöst haben. Auch für Menschen sind die Erreger sehr gefährlich. Werden innere Organe befallen werden, kann die Krankheit zum Tod führen. Aus diesem Grund sollten Sie Ihren Hund, Ihre Familie und sich selbst gegen die Parasiten schützen. Die Leishmaniose gehört zu den häufigsten Tropenkrankheiten. Besonders in südlichen Ländern ist Obacht geboten.

Übertragung der Leishmanien

Die Leishmanien können zwischen Insekten, Tieren und Menschen übertragen werden. Sie vermehren sich im Blut ihres Wirts. Durch Blut- oder Speicherübertragungen können die Parasiten auf ein anderes Tier oder einen anderen Menschen übertragen werden. Zudem kann die Krankheit auch durch Stiche von infizierten Mücken hervorgerufen werden.

In südlichen Ländern ist die Gefahr besonders groß

Besonders häufig werden Leishmanien durch so genannte Schmetterlingsmücken übertragen. Diese sind in südlichen Ländern wie Spanien oder Italien beheimatet. Wenn Sie in einem südlichen Land Ferien mit dem Hund planen, sollten Sie tunlichst vermeiden, dass Ihr Hund mit einheimischen Hunden in Kontakt kommt. Denn in Spanien tragen beispielsweise 42 Prozent der Hunde, die gefährlichen Leishmanien in sich. In Sizilien sind es sogar 80 Prozent. Vor allem bei wilden Hunden sollten Sie sehr vorsichtig sein. In Spanien und anderen südlichen Ländern gibt es eine große Anzahl von freilaufenden Hunden. Da sie keinen Besitzer haben, werden die Hunde auch nicht regelmäßig von einem Tierarzt auf Krankheiten untersucht. Deshalb ist die Gefahr sehr groß, dass ein wilder Hund die Parasiten in sich trägt. Falls Sie vorhaben, obdachlose Hunde aus Spanien nach Deutschland zu holen, um ihnen ein angenehmeres Leben zu ermöglichen, sollten Sie die Hunde unbedingt vorher medizinisch untersuchen lassen.

Krankheitsbilder einer Leishmaniose

Das durch diese Parasiten hervorgerufene Krankheitsbild wird als Leishmaniose bezeichnet. Bei denen durch Leishmanien-Parasiten hervorgerufenen Krankheiten werden zwei unterschiedliche Formen unterschieden. Einmal gibt es einen cutanen Krankheitsverlauf. Dies bedeutet, dass die Krankheit ausschließlich die Haut betrifft. In diesem Fall sammeln sich die Parasiten unter der Haut an, wodurch eine Wölbung entsteht, die umgangssprachlich als die Orientbeule bezeichnet wird. Diese Form verläuft in der Regel nicht tödlich, kann aber sehr entstellen. Doch die Parasiten können auch die inneren Organe befallen. Diese Form wird als Kala Azar bezeichnet. Bei diesem Krankheitsverlauf sterben 90 Prozent der Betroffenen, die sich keiner medizinischen Hilfe unterziehen. Eine überstandene Leishmaniose führt zur Immunität gegen die Parasiten.